A Girl Walks Home Alone At night

In poetisch-dunklem Schwarzweiß erzählt die iranischstämmige Ana Lily Amirpour ihre Indie-Romanze zwischen einem einsamen Jugendlichen und einem weiblichen Vampir, die als Rächerin an männlichen Unterdrückern durch die Straßen einer fiktiven Stadt zieht. Obschon überzeugend authentisch auf Persisch gedreht, entstand der kunstvolle Noir mit Western-Elementen komplett in Kalifornien. Die mit einem phantastischem Soundtrack “Only Lovers Left Alive” nachempfundene Lovestory übt allegorisch Kritik an soziokulturellen Verhältnissen.

In der iranischen Geisterstadt Bad City gehen seltsame Dinge vor. Hier tummeln sich die Erschöpften und Verbrauchten, Gesetzlose und ihre Opfer, die Wände schwitzen Verbrechen aus ihren Poren. Doch kaum einer, der hier lebt, ahnt, dass in dieser Stadt auch ein stiller Vampir umgeht, ein Vampir auf Rädern. So geht es auch dem jungen, attraktiven Arash. Um die Schulden seines Vaters zu begleichen, muss er seinen geliebten Ford Thunderbird an den verschlagenen Dealer Saeed abtreten. Wütend auf alles und jeden, streift er durch die Straßen und begegnet einem Mädchen, das rätselhaft anziehend ist. Schon bald entdeckt Arash ihr Geheimnis: sie ist ein Vampir. Verhüllt in einen Tschador durchstreift sie Nacht für Nacht die Stadt auf ihrem Skateboard und erleichtert Bad City um so manches widerliche Subjekt. Arash und das namenlose Vampir-Mädchen freunden sich langsam an. Und eine zarte Liebesgeschichte entsteht an einem Ort, an dem eigentlich kein Platz dafür ist.

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